Lebendige Geschichte: Grundschüler reisen zurück in die Steinzeit

Wolgast. Drei Tage lang vertauschten die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule die Schulbank gegen das Leben in der Steinzeit. Ein praxisnahes Projekt ermöglichte es den Kindern, tief in die Menschheitsgeschichte einzutauchen und den Alltag der fernen Vorfahren hautnah nachzuerleben.

Theorie trifft auf Entdeckergeist

Der Auftakt des dreitägigen Projekts stand ganz im Zeichen des Wissenserwerbs. Bei einem Besuch im Museum untersuchten die Jungen und Mädchen originale Fundstücke wie Pfeil- und Speerspitzen sowie historische Werkzeuge. Dabei lernten sie die Unterschiede zwischen der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit kennen. Die anschauliche Präsentation der steinzeitlichen Jagdwaffen weckte die Neugier auf die folgenden Praxistage.

Kreative Werkstätten und Jagdkunst

An den beiden Folgetagen verwandelte sich das Schulgelände in ein lebendiges Steinzeitlager. Die Schüler konnten aus verschiedenen Workshops wählen und handwerkliche Fähigkeiten erproben. Unter Anleitung fertigten sie eigenen Schmuck an, bauten Jagdwaffen und stellten funktionsfähige Öllampen her. Auch die Kunst des Bogenschießens stand auf dem Programm und forderte die Geschicklichkeit der Nachwuchs-Archäologen.

Kulinarisches Finale am Lagerfeuer

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der steinzeitlichen Ernährung. In der Küche bereiteten die Kinder Kräuterquark und Fladenbrot vor. Auf dem Außengelände köchelten Fleisch- und Gemüsesuppen in großen Kesseln über offenem Feuer. Das Projekt endete mit einem gemeinsamen Fest und der Einweihung der Feuerstelle. Nach dem traditionellen Entfachen eines selbstgemachten Feuers ließen sich alle Beteiligten die zubereiteten Leckereien und frisch gebackenes Stockbrot schmecken.

Das Fazit der jungen Teilnehmer fiel durchweg begeistert aus. Das Steinzeitprojekt bewies eindrucksvoll, wie lebendig und nachhaltig Geschichtsunterricht außerhalb des Klassenzimmers gestaltet werden kann.